BEST OF 2015: Lieder // André

Weiter geht es mit dem Jahresrückblick. Nach Max Top20 (Teil 1Teil 2) folgen meine Top15* aus der Kategorie Lieder:

1. Dan Mangan – Kitsch

Kitsch ist für mich der gefühlvollste Song aus 2015. Er geht den Problemen der Welt auf den Grund und bleibt dabei aber so lyrisch und harmonisch, wie es nur geht. Hut ab vor einem großen Songschreiber unserer Zeit.

2. Ryan Adams – Bad Blood (Taylor Swift Cover)

Der Größte ist und bleibt natürlich Ryan Adams. Mit seinem Cover von Taylor Swifts Erfolgalbum 1989 hat er das mal wieder bewiesen. Bad Blood hat es dabei am meisten in sich. Es groovt – aber nicht mit bumsigen Beats, sondern mit klirrenden E-Gitarren.

3. Courtney Barnett – Pedestrian At Best

Courtney Barnett trotzt der Welt und zeigt es ihr in Pedestrian At Best eindrucksvoll. Sie spielt so schnell mit den Worten, dass man kaum mehr mitkommt. Meiner Meinung nach der Durchbruch des Jahres.

4. Sufjan Stevens – Carrie & Lowell

Ein Hymne an zu Hause, in der sich Sufjan Stevens versinken lässt. Mit ihm gemeinsam kann man hier tief in seine Vergangenheit eintauchen und abschweifen.

5. EL VY – Return To The Moon

Klingt stellenweise nicht viel anders als The National, und gerade deshalb ist es ein guter Song. Bringt Ohrwürmer herbei, wie schon Fake Empire oder Mr. November oder, oder, oder…

6. Iain Morrison – Too Long in This Condition

Geistermusik vom feinsten. Die Stimmen, die Iain Morrison hier zu Taktgebern macht, lassen Too Long in This Condition zu einem schaurig schönen Spukstück werden.

7. Anna von Hausswolff – Come Wander With Me / Deliverance

Und direkt noch einmal Musik, die wie aus dem Jenseits klingt. Ein ganz schön düsteres Album hat Anna von Hausswolff da vorgelegt. Come Wander With Me / Deliverance ist das zweiteilige Meisterstück daraus. Wie immer wird es laut bei der kleinen Schwedin.

8. Villagers – Hot & Scary Summer

Hot Scary Summer hat meinen Sommer geprägt. Klar, bei 40° und keiner Aussicht auf Abkühlung musste der Song ja irgendwie zum Motto-Song werden.

9. The Districts – Bold

Einfühlungsvermögen, Entwicklung, Lautstärke – Bold hat alles was es braucht, und The Districts erscheinen mit dem Song für mich als die neuen We Were Promised Jetpacks.

10. Grandbrothers – Wuppertal

Die Grandbrothers haben diesen Sommer gezeigt, wie man auch mit klassischen Musikinstrumenten noch äußerst innovativ sein kann. In Wuppertal nimmt der modifizierte Flügel mit auf eine Fahrt mit der Schwebebahn.

11. Sandy Alex G – Salt

Der Eigenbrötler Alexander Giannascoli hat mit Salt einen Song mit tausend Wendungen geschaffen, von denen man bei jedem Hören wieder eine Neue entdeckt.

12. Laura Marling – Short Movie

Laura Marlings Stimme ist unwiderstehlich und in Short Movie klingt sie so wie früher schon. Ein Kurzfilm zum schwelgen.

13. Bernd Begemann – Unoptimiert

Bernd Begemann wäre nicht Bernd Begemann, wenn nicht jedes Album wieder einen Hit zum mitsingen enthalten würde. Unoptimiert steckt an, egal ob man den Song schon kennt oder ob man überhaupt Fan des großen Liedermachers ist – und am Ende singen alle mit: Unoptimiert, unoptimiert…

14. Beirut – No No No

In No No No lösen leichte, poppige Rhythmen die sonst so schwere, getragene Folkmusic von Beirut ab. Und trotzdem bleiben sie sich irgendwie ihrer Linie treu. Der Song lädt ein, sich mit Zach Condon zusammen zu freuen, der seine Traurigkeit überwunden zu haben scheint.

15. Soak – B a NoBody

Eine 19-Jährige trägt die einfache Antwort gegenüber den Hürden des Lebens vor: Sei ein Niemand. Dann ist alles gut!


*In meinem Kopf schreit es: Diese Liste kann keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben! So ein Jahr ist lang und es wird viel Musik gehört, ich habe bestimmt irgendetwas großartiges vergessen und schäme mich später…

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