Best of 2015: Lieder 1-10 // Max

Nach dem ersten Teil des vorkopplung-Jahresrückblicks, hier nun der zweite, Max‘ zehn beste Lieder 2015:

1. Girlpool – Before The World Was Big

Die sich verändernde Größe der Welt und die Lakonie des Erwachsenwerdens, perfekt in zwei Minuten auf den Punkt gebracht. [kaufen]

2. Downtown Boys – Monstro

Ein Schlachtruf, eine gewaltlose Kriegserklärung, eine von den Bläsern befeuerte Punkfanfare, die alles hinter sich im Staub zurück lässt. [kaufen]

3. Colin Stetson and Sarah Neufeld – Won’t Be A Thing To Become

Wenn das Album Never Were The Way She Was ein stetiger Fluss, ein sich langsam bewegender, alles verschlingender Gletscher ist, ist dieses Lied wie ein letztes Aufbäumen, bevor man mitgerissen wird. [kaufen]

4. Courtney Barnett – Depreston

Ein kalifornischer Bungalow in einer Sackgasse: Vorstadtleben, Milchschaum schäumen und ein Foto der vorherigen Bewohner des zu kaufenden Hauses. [kaufen]

5. Laura Marling – Short Movie

Wie Laura Marling hier zwischen Offenheit – dem Kurzfilm – und Privatheit – dass ‚sie‘ niemals wissen werden, warum – changiert, ist ein textliches Meisterstück. Dazu die Streicher, die Tempowechsel, ihre Stimme. [kaufen]

6. Daniel Sapir – אפשרות של יופי

Eine Zeitreise in den Sommer, eine Reise, die zu Ende geht, die bittersüß schmeckt, nach Sonne und Abschied. [kaufen]

7. James Irwin – Everything Passed Me By

Alles geht vorüber und an mir vorbei in den Äther, in den auch James Irwin schießt: Über das Älterwerden, über das Gefühl, von der Zeit zurückgelassen zu werden. [kaufen]

8. Hop Along – Texas Funeral

Zu Frances Quinlans wunderbar kratziger Stimme muss man glaube ich nichts mehr sagen, deswegen versuche ich es erst gar nicht. In Texas Funeral lädt sie zum Mitsingen ein, zu einem Mantra, das man in sorgengeplagten vor sich hinmurmeln kann: „None of this is gonna happen to me!“ [kaufen]

9. Rival Consoles – Helios

Es klickert und klackt, es wummert und brummt, doch irgendwann öffnet sich Helios, wie von Geisterhand, und gibt den Blick auf weite Flächen frei, auf etwas Größeres als die Summe der vorherigen Teile. [kaufen]

10. The Mountain Goats – Heel Turn 2

Wahrscheinlich kann man mit Heel Turn 2 auch etwas anfangen, wenn man kein Wrestling Fan ist. Doch die Geschichte, die John Darnielle hier von einem Wechsel auf die böse Seite erzählt, wie er die theatralen Twists einer Wrestling-Storyline psychologisiert, ist besonders schön, wenn man schon unzählige dieser Turns gesehen hat, wenn man die schmerzverzerrten Gesichter noch im Gedächtnis hat. [kaufen]

[Foto von „Joe Shlabotnik„]

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