Beirut – No No No

Gut Ding will Weile haben. So hat es auch vier Jahre gedauert bis Beirut mit No No No wieder ein neues Album vorlegen konnten. Aber das Warten hat sich gelohnt, denn beim Hören wird eine Veränderung spürbar, wie sie wohl nur über einen so langen Zeitraum möglich ist. Denn die leidende aber dennoch wohlig warme Stimme Zach Condons steuert den Songs zwar immer noch eine gewisse Melancholie bei, musikalisch ist diese aber einer Fröhlichkeit gewichen, die eher zum ausklingenden Sommer, als zum bevorstehenden Herbst passt.

Die schwere, getragene Folkmusik – die in ihrer Wirkmächtigkeit nicht zu verachten ist und eine Besonderheit von Beirut darstellte – wird auf No No No von leichten popigen Rhythmen abgelöst, die ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Vielleicht genau das Richtige, wenn es draußen allmählich kälter wird. Ganz verschwinden die Trompeten und Violinen aus den alten Tagen aber nicht, denn vereint mit Gesang und den freudigen Klängen von Klavier und Percussioninstrumenten, führen sie auf einen Pfad zwischen Melancholie und Glückseligkeit und stoßen das Tor zu einem goldenen Herbst weit auf.

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